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Der ganz normale Bürowahnsinn

Hallo meine Lieben

Das Büroleben ist in der Tat eine sehr interessante Sache. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, auf dem Schulhof zu sein. Die Gerüchteküche brodelt, es wird hinten den Rücken beinahe sämtlicher Mitschülerinnen und Mitschüler (bzw. Kolleginnen und Kollegen) gelästert und der Lehrer/Oberguru hat keine Ahnung was geht oder interessiert sich nicht dafür. Tja, und dann gibt es da noch die Schulklasse bzw. das Team. Meines ist ja ganz witzig... xD
1. Der Hahn, der launischer ist als eine Schwangere mit Hormonschub.
2. Die stille liebe Persönlichkeit, die nicht viel sagt, ihre Sache denkt und Zurückhaltung übt.
3. Die Zicke, die ständig nur motzen kann, mit überhaupt nichts zufrieden ist, halt rumzickt und grundsätzlich schlechte Laune verbreitet.
4. Der Engel für alles, der immer alles ausbaden muss und teilweise zwischen den Fronten steht.
5. Die Außenseiterin, die nicht integriert ist, immer als letzte informiert wird und trotzdem irgendwie dazugehört.
6. Die alte Schachtel, ein verlogenes Miststück, die nur noch in diesem Team sitzt, weil sie so an sämtliche Hintergrundinfos gelangt und lästern kann.
7. die Mitläuferin, die eigentlich auch kaum dazugehört, aber immer irgendwie doch mitgezogen wird, ab und zu mal was sagt, sich aber grundsätzlich zurückhält und beobachtet.... das wär dann ich xD

... Um mal die Hauptpersonen des kleinen Dramas zu charakterisieren, das in den nächsten Wochen auf diesem Blog laufen wird. Irgendwo muss ich schließlich meinen ganzen Frust abbauen, und ständig nur meine Freunde damit vollsülzen kann ich ihnen auch net antun. Warum also nicht wildfremde Persönlichkeiten über den Wahn- und Irrsinn meines Büros informieren? Natürlich mit einer gehörigen Portion Humor, wobei das in meinem momentanen Zustand nur schwerlichst möglich ist. Damit es für euch Blogleser auch gleich übersichtlicher wird: die Charakter werden mit fiktiven und m. E. sehr passenden Namen ausgestattet. Evtl. folgt später (je nach Länge dieses Dramas) noch eine ausführliche, witzig, spritzige Charakterbeschreibung mit passendem Foto.
1. Hähnchen | 2. Engelchen | 3. Muffelkopp | 4. Zucker | 5. Gänseblümchen | 6. die Alte | 7. Mäuschen
9.4.08 22:31


DgnB Episode 1 - Das Unheil nimmt seinen Lauf

Das Mäuschen arbeitete jetzt schon seit einer ganzen Weile im neuen Team. Anfangs gab es zwar einige Schwierigkeiten in die Muffelkopp und Muffelkopp zwei involviert waren. Muffelkopp ging aber nach zwei Monaten wieder weg und nahm die ersten Differenzen mit sich. In Zwischenzeit war Januar geworden und die Verhältnisse spitzten sich zu. Die jeweiligen Vertragspartner waren zugeteilt und Mäuschen war am schlimmsten betroffen. Es war gezwungen mit der Alten zu arbeiten. Die Alte schien anfangs jedoch recht nett und Mäuschen fragte sich immer öfter, warum die anderen nicht positiv von ihr sprachen, sie vielmehr sogar vor der Alten warnten. Doch es kam die Zeit, wo es Mäuschen bewusst wurde ... Die Alte zeigte ihr wahres Gesicht und wetzte die Krallen. Sobald irgendetwas nicht in Ordnung war, oder Mäuschen ein kleiner Fehler unterlief, meldete sich die Alte und schoss imaginäre Pfeile auf das Mäuschen. Abends kam dieses total durchlöchert, müde und kaputt nach Hause. So hatte es sich die Arbeit überhaupt nicht vorgestellt. Aber es wollte nicht so sein und kämpfte weiter. Es liess sich alles gefallen und lebte unglücklich in den Tag hinein. Die Alte liess es sich auch später nicht nehmen eine gehörige Salve von Pfeilen auf Mäuschen hageln zu lassen. Derweil meinte Zucker, es könne doch nicht angehen, dass niemand was dagegen mache. Mäuschen aber wehrte ab und meinte, dass es im Grunde genommen nicht so schlimm wäre, immerhin konnte sie sich eine Rüstung anschaffen... Mit Schwert und Rüstung ausgestattet marschierte Mäuschen von nun an zur Arbeit und versuchte sich zu wehren, leider nur mit geringen Erfolg. Ein Blick der Alten reichte und die Rüstung fiel mit blechernem Getöse auf den Boden, dicht gefolgt vom Schwert.
Derweil sprachen alle davon, dass man etwas im Zustand des Team ändern müsse. So könne es nicht weitergehen, alles Scheisse und überhaupt. Aber etwas unternehmen tat niemand. Muffelkopp war am schlimmsten von allen. Sie zeterte am wildesten, zog am härtesten über die Alte her und war die stillste, wenn es darum ging, im Team mal was zu sagen. Jede vormittägliche Pause endete mit dem ewigen Gezeter und Gekeife von Muffelkopp. Zucker wurde davon angestachelt und begann sich auch mehr und mehr in etwas hineinzusteigern. Am ende waren alle wütend und schlecht gelaunt und es wurde sogar schon davon gesprochen alles hinzuschmeissen und zu kündigen. Mäuschen nahm diese Entwicklung mit Unbehagen und Ärger wahr. Wenn man schon die ganzen Pausen, die man bitte auch für Privatgespräche nutzen sollte, mit solchem Schwachsinn verschwendete, konnte man das auch in einem ruhigen und vor allem leisen Tonfall machen. Aber nein Muffelkopp rief wütend in der Gegen rum, gestikulierte wild und zog die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Das konnte böse Enden und Mäusschen überlegte, wie es am besten anzustellen wäre, Muffelkopp mal zum Schweigen zu bringen. Die Sache mit der Mafia (welche ihr auch heute noch durchaus sympathisch ist) legte sie ziemlich rasch ad Akta. Mit Schokolade funktionierte es auch nicht, da kaum geschluckt, das Maschinengewehr noch lauter und schneller vor sich hinratterte. Knebeln war auch nicht möglich, also musste was anderes hinhalten ... aber was? In Zwischenzeit kämpfte Mäuschen nämlich auch wieder gegen die Pfeilsalven der Alten und irgendwann wurde es zuviel ... Mäuschen kam nach Hause, hockte sich an den Küchentisch, erzählte was vorgefallen war und begann zu weinen ... Jetzt war es endgültig zu viel .... das ganze Geschwafel von Muffelkopp, die Kündigungsgeschichte und der Ärger mit der Alten: Etwas musste passieren ... und es passierte etwas ...
10.4.08 18:09


DngB Episode 2 - Erste Veränderungen

Mäusschen fühlte sich immer mehr eingeengt und wusste weder ein noch aus. Doch als es eines Tages zu einer seltsamen Auseinandersetzung kam, wo Mäuschen zusammen mit der Alten und Guru ihre eigenen Dossiers besprechen musste, war es zu viel. Mäusschen fühlte sich mieserabel und wusste nicht mehr ein und aus. Also entschied es sich, einen grossen Schritt zu wagen und direkt zum Oberguru zu gehen. Dort angekommen erzählte es unter Tränen, was die letzten Wochen und Monate alles vorgekommen war. Erzählte von den Tiraden und vom Stress, den die Alte ihr bereitete. Oberguru hörte zu und versprach ihr, dass er etwas dagegen unternehmen werde. Und das tat er auch. Prompt standen für den nächsten Tag diverse Gespräche an. Zuerst Oberguru und Mäuschen, die Alte und das Mäuschen, dann Mäussch und Guru und schliesslich nochmals Oberguru und Mäusschen. Es wurden Missverständnise geklärt, Verhaltensmuster studiert und Anschuldigungen aufgelöst. Am Ende herrschte gedrückte Stimmung und Mäusschen suchte Schutz bei Engelchen. Die Stimmung im Team blähte sich immer mehr auf und am Schluss hätte man mit einem Messer durch schneiden können.
Zucker und Muffelkopp suchten natürlich sofort den Kontakt zu Mäuschen, um zu erfahren was vorgefallen war. Denn bis auf Engelchen, wusste niemand, dass Mäuschen bereits am Tag zuvor das Büro des Oberguru aufgesucht hatte. Die Sachlage wurde geklärt und Muffelkopp und Zucker zeigten Anerkennung. Nun waren auch endlich die ganzen Kündigungsgedanken aus deren Köpfe gewischt und die Gemüter beruhigten sich. Trotzdem war es ein Segen, dass das Wochenende anstand.
Die nächste Woche wurde sehr speziell. Alle achteten enorm auf das, was sie sagten. Die Pausengespräche beinhalteten diesmal auch wieder nur ein Thema: Stimmung im Team. Die Alte bemühte sich zwar fortan um Mäuschen und war auch wirklich nett, doch es war zu nett. Mäusschen hatte keine Lust eine Beziehung wie beste Freundinnen mit der Alten aufzubauen. Schon gar nicht auf diese Art und Weise. Also fühlte es sich erneut etwas in die Ecke gedrängt, war aber froh, dass sich die Alte nun zusammenriss und nicht mehr böse auf ihm herumhackte.
Alles in allem hatte sich also tatsächlich etwas geändert, doch im Grunde war das nicht der Wunsch von Mäuschen gewesen. Es hätte es lieber gesehen, wenn man es ganz aus dem Team genommen hätte, denn mit der Alten war und blieb es nun mal nicht dasselbe. Als schliesslich eine Stelle in einem benachbarten Team frei wurde, witterte Mäusschen die Chance und wollte mit Oberguru über die Möglichkeit eines Wechsels sprechen. Doch dieser kam ihm zuvor und zitierte es in sein Büro, wo es eine böse Überraschung erleben sollte.
17.4.08 19:49





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